Bleisilikate

Bleisilikate

Bleisilikate sind kieselsaure Bleisalze, in Wasser und organischen Säuren unlöslich.

Bleioxyd und Siliciumdioxyd lassen sich fast in allen Verhältnissen zusammenschmelzen, wie ja die meisten leicht schmelzbaren Silikate die Eigenschaft besitzen, sowohl Siliciumdioxyd als auch Metalloxyde zu lösen, um mit ersterem Oxyd saure, mit letzterem Oxyd basische Silikate zu bilden. Technische Bedeutung besitzen einige saure Bleikaliumsilikate: Kristallglas, Flintglas und andre Glasarten wie das »Straß«, das zur Herstellung von sogenannten Similidiamanten benutzt wird, sowie zahlreiche in der Glasmalerei, Ton Warenfabrikation und beim Emaillieren verwendete, leicht schmelzbare Glasflüsse (Glasuren, Flüsse, Emaillen). Die primitive Fabrikation der Töpfergeschirre liefert häufig Glasuren mit einem überschüssigen Bleigehalt, so daß beim Gebrauch Blei in Lösung gehen kann. Es wird daher gut eingebrannte Glasur, also eine nur aus Bleisilikat bestehende Glasur verlangt. Reichsgesetz betreffend den Verkehr mit blei- und zinkhaltigen Gegenständen vom 25. Juni 1887, § 1 Abs. 3. S.a. Email, Glas, Glasmalereitechnik, Tonwaren.

Bujard.


http://www.zeno.org/Lueger-1904.

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