Einbadfärberei

Einbadfärberei

Einbadfärberei, Herstellung einer Farbe auf dem zu färbenden Fasermaterial durch Bewegen desselben in der alkalischen (Echtschwarz BS der Badischen Anilin- und Sodafabrik, St.-Denis-Rot), neutralen (basische Farbstoffe, direkte Baumwollfarbstoffe, Beizenfarbstoffe) oder sauren (saure Farbstoffe) Lösung bezw. Suspension des Farbstoffes bei gewöhnlicher oder höherer Temperatur.

In gewissen Fällen kann die Fixierung eines Farblackes auf der Gespinstfaser in einem Bade dadurch herbeigeführt werden, daß man letzterem den Beizenfarbstoff und die Beize nebst so viel einer Säure zusetzt, daß sich der Farblack löst bezw. dessen Bildung zunächst unterbleibt, ohne daß jedoch die in die kochende Lösung eingetauchte Wollfaser an der Absorption des Farblackes verhindert wird. Farbstoffe der Art liegen in der Cochenille und dem Flavin vor. – Einige Beizenfarbstoffe, welche die oxydierende Wirkung der Chromsäure nicht verändert, wie Alizarin, Isopurpurin, Flavopurpurin, deren Sulfosäuren (Alizarin S, 2 S, 3 S) und die meisten Azokörper dieser Gruppe, können im Gemisch mit Alkalibichromat und Weinstein, Oxalsäure oder Schwefelsäure auf Wolle unter Bildung guter Farben befestigt werden.

R. Möhlau.

Einbadfärberei

http://www.zeno.org/Lueger-1904.

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